Unser Leitbild

  

Wir haben uns nach einem intensiven Diskussionsprozess und einer Abstimmung in der Lehrerkonferenz, im Elternrat und in allen Klassen entschieden, uns nach Helmuth Hübener zu benennen, weil er uns Lehrern, aber auch Schülern und Eltern ein Vorbild sein soll bei der Gestaltung unseres Schullebens.

Ein Leitbild entsteht – Das, was wir tun, in Worte fassen

 „Wozu üerhaupt ein Leitbild?“ fragten einige Lehrerinnen und Lehrer, als Steuergruppe und Schulleitung den Leitbildprozess initiierten.
„Um das, was uns verbindet, hervorzuheben.“ - „Ein Leitbild soll nach Außen und Innen Transparenz schaffen und Orientierung geben!“ - „Wir wollen zeigen, was uns und unsere Arbeit ausmacht!“ - „Ein Leitbild ist wie ein roter Faden oder wie ein Leitstern“, waren einige Antworten.

 Das, was wir tun, in Worte fassen...

Trotz der Skepsis einiger Kollegen gegenüber dem Leitbildprozess, „da es doch so viele andere Baustellen noch zu bearbeiten gäbe“, waren wir uns darin einig: Wir wollten nichts Abgehobenes schaffen! Kein „theoretisches“ Schulprogramm, in langem Text auf vielen Seiten DIN A4-Papier fixiert.
Minimalkonsens war, dass wir das in kurze Worte bringen wollten, was unsere gute Praxis an der Stadtteilschule Helmuth Hübener ausmacht. Wir entschieden uns in der Lehrerkonferenz für folgende Themenfelder:
 
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SchülerInnen, Eltern und Lehrerschaft haben sich in einem demokratischen Prozess Deutschlands jüngsten Widerstandskämpfer gegen Krieg und Nationalsozialismus als Namensgeber gewählt; als Vorbild für Zivilcourage und für den Einsatz für ein friedliches Zusammenleben der Menschen.

Mit einem alle zwei Jahre stattfindenden Wettbewerb, benannt nach unserem Namensgeber, füllen wir diese Ziele mit Leben. Die Wettbewerbsbeiträge dienen der Verbesserung des Sozialklimas an unserer Schule, leisten ihren Beitrag zum interkulturellen Dialog, sind praktische Taten von Zivilcourage oder Auseinandersetzungen gegen das Vergessen.

Die von allen SchülerInnen unserer Schule unterschriebene Plakataktion „Ich hole Hilfe“ ist ein weiterer Baustein des „Mut Übens“.

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 Mit verlässlichen und kontinuierlichen Beziehungen, z. B. durch Klassenlehrkräfte über 6 Jahre oder intensive Tutorenschaften in der Oberstufe, stärken wir unsere SchülerInnen; ebenso durch die verlässliche Betreuung im Ganztagsbereich. Die besondere Pflege der Klassengemeinschaft, das Fach „Soziales Lernen“ im Jahrgang 5 und 6, sind weitere Beispiele der Schülerstärkung, in diesen Fällen durch ein aufmerksames Miteinander.

 
Stärkung bedeutet auch – exemplarisch in Szene gesetzt – die monatliche „Moments“-Ansage zur Ehrung von SchülerInnen für besondere Leistungen und/ oder soziales Engagement. Übersetzt in die Sprache des Monats – von Farsi bis Dänisch – zollen wir den vielfältigen sprachlichen Wurzeln unserer SchülerInnen Respekt.
 
Nicht zuletzt stärkt ein gutes Essen durch Kochwerk powered by OTTO, bei dem sich jede/r nehmen darf, was und wie viel er mag. Für diese und andere Aktivitäten, wie den SchmExperten und Kochkurse, wurden wir mit dem Zertifikat „Gesunde Schule“ ausgezeichnet.
 
Auch die zahlreichen und vielfältigen sportlichen Events unserer Schule, die uns das Zertifikat „Sportbetonte Schule“ einbrachten, aber auch die vielen musisch-künstlerischen Aktivitäten, wie „No silent weekend“, die Musikklassen, die The Young ClassX-Chöre und vieles mehr stärken unsere SchülerInnen in ihrem Ausdrucksvermögen und ihrem Selbstvertrauen.

Wir sind eine wichtige Zwischenstation im Leben all unserer SuS. Für alle geht es aber nach der Schule weiter, deshalb sorgen wir dafür, dass alle SuS unsere Schule mit einer klaren, individuellen Perspektive verlassen, unabhängig vom erreichten Schulabschluss. 

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 Im wöchentlichen Klassenrat, im Elternseminar, auf den wöchentlichen Teamsitzungen der Jahrgänge praktizieren wir Beteiligung - Beteiligung aller Akteure unserer Schule.
 Es gibt Klassensprecherfahrten oder externe Klassensprechertage, um die Beteiligung der SchülerInnen durch die Gremienarbeit zu fördern und Demokratie zu üben. Der Einsatz als Schüleraufsicht oder als Leiter einer AG mit AG-Leiterausbildung bieten weitere Beteiligungsmöglichkeiten. Durch den Schwerpunkt „Wirtschaft“ bereiten wir die Beteiligung unserer SchülerInnen in der Wirtschaft vor.
Da wir wissen, dass erfolgreiches Lernen Beteiligung erfordert, setzen wir das auf vielfältige Weise um: Im Lernbüro, beim Projektunterricht, z. B. dem Mittelaltermarkt in Jahrgang 6, und bei Realprojekten im Unterricht der Mittel- und Oberstufe.
So präsentiert regelmäßig beispielsweise das Profil Kunst + Wirtschaft Vertretern aus der Wirtschaft und der Schulöffentlichkeit eine Ausstellung mit Vorträgen zu Hamburger Traditionsunternehmen und die PGW-Kurse der Oberstufe laden zu Podiumsdiskussion ein, zum Beispiel anlässlich der Bundestagswahl, der Wahl zur Hamburger Bürgerschaft, aber auch der Olympiabewerbung Hamburgs.

Wir sind uns bewusst, dass es eine Schule allein nicht schafft, alle Facetten des Lebens abzubilden und beteiligen deshalb kontinuierlich externe Partner. Um möglichst allen SuS vielfältige Einblicke in die Berufs- und Studienwelt zu ermöglichen und um für jede*n einen passgenauen Anschluss für die Zeit nach dem Besuch unserer Schule zu sorgen, kooperieren wir beständig mit Eltern, Partnern aus der Wirtschaft, Hochschulen und weiteren Institutionen. 

Zur Vorbereitung auf das Leben nach der Schule arbeiten wir z. B. mit Partnern aus der Wirtschaft, den weiterführenden Schulen, den Hochschulen und der Jugendberufsagentur zusammen. Im Ganztagsbereich arbeiten wir mit: 

mammascanteen http://www.mammascanteen.de

Das Landesinstitut für Lehrerbildung http://li.hamburg.de/

Die Serviceagentur "ganztägig Lernen" http://www.hamburg.ganztaegig-lernen.de/Hamburg/home.aspx

Die Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e.V http://www.hamburg.ganztaegig-lernen.de/Hamburg/home.aspx

Deutsche Kinder- und Jugendstiftung: http://www.dkjs.de/

Sporthochschule Köln: http://fab2011.fitamball-africa.de/

Das Spielhaus Langenfort: http://www.spielhaus-langenfort.de/

Der Jugendclub Barmbek: http://jugendclub-barmbek.de/
Das Lernwerk Alstertal http://www.lernwerk-ag.de/alstertal
Die Geschichtswerkstatt Barmbekhttp://www.geschichtswerkstatt-barmbek.de/

HSV Barmbek-Uhlenhorst http://www.hsv-bu.de/

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Wir ermöglichen Vieles, aber im Zentrum steht der höchst mögliche Bildungsabschlusses an unserer Schule.
Doppelbesetzungen, Förderkurse, Nachhilfe– und Ferienförderkurse sollen dieses ermöglichen. Die systematische Individualisierung im Lernbüro und im Projektunterricht ermöglichen von Anfang an, dass jedes Kind in seinem Tempo und nach seinen Begabungen lernt. Dabei steht das Selbständige Lernen im Vordergrund.

 Fazit: Ein gemeinsames Leitbild stärkt!

Wiedererkennen, Bestätigung und Stolz haben mich beim Ordnen und Zusammenfassen des vielfältigen Materials aus der Lehrerkonferenz zur Praxis an unserer Schule begleitet. Es stärkt, sich zu vergegenwärtigen, was wir alles tun und dabei den roten Faden zu erkennen: SchülerInnen stärken und beteiligen, Leistung und Selbständiges Lernen ermöglichen und gemeinsam „Mut Üben“.
Barbara Kreuzer