12. September 2017
Podiumsdiskussion zur Bundestagswahl 2017
 
PodiumsdiskussionBundestagswahl17webPolitiker zu Gast an unserer Schule

Es ist nicht mehr lange bis zu den Wahlen 2017. Am 24. September wird wieder gewählt, auch die volljährigen Schüler in der Oberstufe können wählen gehen. Hinsichtlich dessen fand am Mittwoch, den 5.9.17, eine Podiumsdiskussion mit Politikern aus verschiedenen Parteien an unserer Schule statt. Zu Gast waren Parteimitglieder aus der CDU, SPD, FDP, der Linken und aus der AFD. Zu Beginn der Veranstaltung stellten sich die Politiker vor und erläuterten ihren ersten Berührungspunkt mit der Politik. Auffällig dabei war, dass viele der Politiker bereits in der Schule Kontakt mit der Politik hatten. Die Schüler wurden gut in die Diskussion einbezogen, sie konnten viele Fragen stellen. Unsere Schüler bekamen auch Schilder, um sich zu positionieren, ob sie für oder gegen etwas sind. Des Weiteren konnten die Schüler auch entscheiden, über welches Thema diskutiert wird. Aus einer Vielzahl von Möglichkeiten entschlossen sich die Schüler für die Themen:  

Ist der Islam eine Bedrohung?   Bezahlbare Wohnräume?   Legalisierung von Cannabis?   Umwelt

Bezüglich des Themas, ob der Islam eine Bedrohung ist, waren die Parteien grundsätzlich einer Meinung. So sagte das Parteimitglied der CDU: „Der Islam ist eine Bedrohung, aber nicht im Ganzen." Wenn der Islam privat ausgeführt wird, sehen die Politiker keine Bedrohung darin, jedoch ab dem Moment, wo die Ausführung extremistisch wird. Die AFD fügte noch hinzu, dass aufgrund der Bedrohung nicht so viele Flüchtlinge nach Deutschland kommen sollten. Daraufhin war das Publikum etwas entsetzt, insbesondere, weil der AFD schon vorgeworfen wurde rechtspopulistische Ansichten zu vertreten. Hinsichtlich der Flüchtlinge sind auch die Parteien der Meinung, dass die Flüchtlinge auf unterschiedliche Länder verteilt werden müssen.

In Bezug auf die Wohnräume sagte die SPD: „Wir müssen bauen, bauen, bauen - und das günstig!" Diese Ansicht vertreten auch die anderen Parteien. Hinzu kommt noch, dass die CDU, SPD und FDP die Baurechte entschlacken wollen, damit es die privaten Investoren einfacher haben. Mit dieser Meinung konnte das Parteimitglied der Linken nichts anfangen. Zwar bauen die privaten Investoren schnell und günstig, aber nicht sicher, deswegen solle der Staat dies in der Hand haben.

Bei Cannabis kamen die Politiker aber nicht auf einen gemeinsamen Nenner. Die CDU und AFD sind der Meinung, dass es nicht legalisiert werden sollte, weil Cannabis häufig eine Einstiegsdroge sei und somit der Drogenkonsum steigen würde. Doch die SPD, die Linke und die FDP glauben, dass der Drogenkonsum durch die kontrollierte Abgabe sinken werde. Des Weiteren hätte auch der Staat durch die Versteuerung von Cannabis mehr Einnahmen.

Das Thema Umwelt wurde kurz noch behandelt, da waren sich die Parteien im Großen und Ganzen auch einig. Nach dem Ausstieg aus der Atomenergie will man erneuerbare Energien nutzen. Aber Deutschland alleine könne nicht die Umwelt schützen, deswegen muss sich etwas weltweit verändern. Die CDU erwähnte noch insbesondere, dass die Bewahrung der Natur und Tiere zwar wichtig sei, aber nicht als Mittel genutzt werden solle, um gegen Bauprojekte vorzugehen.

 Dann folgten auch schon die Abschlussplädoyers. Die AFD sagte, dass es viele Probleme in Deutschland gäbe, auch bezüglich der Flüchtlinge, dagegen möchte sie etwas unternehmen. Aber sie sei auch die Partei, die für mehr Mitbestimmung und somit eine stärkere Demokratie sorgen möchte. Die Linke möchte sich für soziale Gerechtigkeit und ein friedliches Zusammenleben einsetzen. Die FDP setzt sich für Freiheit und Eigenständigkeit ein. Außerdem will sie, dass Deutschland in der Digitalisierung und Internationalisierung aufholt.

Die SPD möchte, dass die Bildung kostenfrei wird. Damit mehr Jugendliche sich beteiligen können, sollen Jugendliche schon ab 16 wählen dürfen. Und die CDU sagt, dass sie nur das verspricht, was sie auch halten könne. Durch Angela Merkel haben sie es durch schwere Zeiten geschafft und werden es hoffentlich wieder schaffen, des Weiteren soll das Kindergeld erhöht werden. Im Großen und Ganzen hat die Veranstaltung und insbesondere die Sticheleien der Parteien untereinander den Schülern sehr gefallen. Durch die Podiumsdiskussion erlangten die Schüler einen Überblick über die Haltungen der Parteien und sind jetzt sicherer, welche Partei sie wählen wollen.

 Nida aus der S3 von der Schülerzeitung/ Fotos Sadya S3

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