12. Juli 2017
Für Mut und Zivilcourage
 
Zivilcourage webVerleihung der Helmuth-Hübener-Preise
Aus dem Hamburger-Wochenblatt Nr.26   28 Juni 2017
                    
 
 
 
 
Verleihung der Helmuth-Hübener-Preise
Von Karen Grell
 
Barmbek Die Helmuth-Hübener Stadtteilschule in Barmbek vergibt in jedem Jahr einen Preis für gelebte Zivilcourage. Schüler haben dann die Möglichkeit, sich mit dem Schicksal des Namensgebers ihrer Schule zu beschäftigen und sich Aktionen zu überlegen, mit denen sie ihren ganz persönlichen Weg gegen Rassismus und für ein multikulturelles Miteinander am besten zum Ausdruck bringen können.
 
„Es macht ja einfach sprachlos, wenn ein Junge, der nur etwas älter war, als wir selber, durch das Verteilen von Flugblättern sterben musste“

Tala (13) und Lea (12) haben sich dafür etwas ganz Besonderes überlegt. In einer selbstgebastelten Schneekugel zeigen sie den jungen Helmuth Hübener, der als jüngster Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus zum Tode verurteilt wurde, beim Verteilen von Flugblättern. Für ihren Beitrag erhielten die Mädchen den ersten Preis. Andere Schüler haben sich als gemeinsame Aktion eine Schweigeminute überlegt, Teelichter der Erinnerung aufgestellt oder unter dem Motto „Wir sind bunt“ mit Plakaten gegen „Rechts“ demonstriert.
 
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Varuz (12) und Alperen (12) waren die Erfinder einer Schweigeminute an der Schule, denn so könne man seine Anteilnahme an dem Schicksal des Ermordeten am besten zum Ausdruck  bringen. „Es macht ja einfach sprachlos, wenn ein Junge, der nur etwas älter war, als wir selber, durch das Verteilen von Flugblättern sterben musste.“ Ein zweiter Platz machte die beiden sicher, hier einen guten Betrag geleistet zu haben. Ein besonders guter Einfall, der gleich eine weitere Auszeichnung belegte, hatte das Schulsprecherteam mit Aroug (14), Praschanthi (14) und Maryam (14), die alle Schüler der internationalen Klassen nach ihren Wünschen und Ideen für einen schönen Schulalltag befragt hatten.
 
Schulleiterin Barbara Kreuzer war von den vielen interessanten Beiträgen sichtlich angetan und gratulierte allen Schülern, die sich an dem Projekt beteiligt hatten. Der Weg zu Mut und Zivilcourage ist eben immer vom Hinsehen und Handeln geprägt. In der Helmuth-Hübener Stadtteilschule ist ein harmonisches Miteinander aller Schüler ein Thema, dass ständig im Fokus des Schulalltags steht und für das die Schüler in ihrer Unterschiedlichkeit immer wieder zu kämpfen bereit sind.
 
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 Die sechste Klasse bastelte Plakate gegen Rechts               
 
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Tala und Lea haben eine Schneekugel gebastelt in der Helmuth Hübener beim Verteilen der Flugblätter zu sehen ist. Für diese Idee gab es einen ersten Platz
 
Fotos: Grell

Hamburger-Wochenblatt Artikel

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